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Den Gradus ad Parnassum, den Weg hinauf ins Gebirge der Musen, schafft man weder mit Gewalt noch Eile, sondern nur mählich und mit Bedacht. Je mehr Ruhe und Gründlichkeit wir auf den einzelnen Schritt verwenden, desto schneller wird der Aufstieg.

So strebte, als das Trio Parnassus bereits zwanzig Jahre alt war, die ursprüngliche Idee des Zusammenspiels von Violine, Violoncello und Klavier nach und nach höher hinaus. Dem Gründer des damals bereits international weithin beachteten Ensembles wurde, um Robert Schumann zu paraphrasieren, das Trio „zu enge“ im Angesichte einer kammermusikalischen Literatur, die zum rein theoretischen Kennen zu wertvoll und zum „Nicht-Spielen“ schlicht zu schade ist: 2005 unternahm Michael Groß, der parnassische Cellist, den ersten wichtigen Schritt, der mittlerweile auf einige bedeutende Etappen zurück- und auf überaus faszinierende Vorhaben vorausschauen kann.

Das Resultat der Initiative <Parnassus Akademie> widmet sich der Aufführung musikalischer Juwelen, die auf Grund der geforderten Besetzungsstärke kaum einmal auf herkömmlichen Konzertprogrammen erscheinen. Dazu gehören beispielsweise die drei Nocturne von Friedrich Burgmüller für Violoncello und Gitarre oder kammersymphonisch-ausladende Stücke wie das Oktett von Woldemar Bargiel. Und zwischen diesen Extremen ist „ein weites Feld“ …

Die Musiker der Parnassus Akademie treffen sich regelmäßig zu Arbeitsphasen, um ihre gemeinsamen Projekte einzustudieren. 2014 erschien bei dem Label etcetera die erste CD der PARNASSUS AKADEMIE mit den Streichsextetten von Vincent d’Indy, Erwin Schulhoff und Frank Bridge. im Oktober 2016 erschien beim selben Label eine CD zum 100. Todestag von Max Reger mit der Cellosonate a-Moll, op.116 und dem Klavierquintett c-Moll, op.64. zusammen mit dem Pianisten Kolja Lessing.

In der PARNASSUS AKADEMIE haben sich unter der künstlerischen Leitung von Michael Groß Musiker aus international anerkannten Kammermusik-Ensembles und bedeutenden Orchestern, Instrumentalsolisten, Hochschullehrern und jungen hochtalentierten Studenten zusammengeschlossen, um sowohl bekannte als auch seltene Kompositionen aus allen Epochen der Musikgeschichte zu interpretieren.

Das Ensemble war sechs Jahre „orchestra in residence“ des belgischen CC Maasmechelen. Von Anfang an traten die Musiker in der dortigen Sint Pieters Kirk auf, deren Schutzpatron sie zuerst zum Namenspatron ihres Ensembles wählten. 2014 wurde das Ensemble dann in PARNASSUS AKADEMIE umbenannt.